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SON DOS auf 3sat

Mittwoch, den 18.04.2007 20:45 Uhr

Die Stadtgängerin

Kulturmagazin von Renata Schmidtkunz
Thema: Wien tönt anders
Erstausstrahlung

"Die Stadtgängerin" ist das neue Kulturmagazin aus Wien. Einmal im Monat erkundet Renata Schmidtkunz die Stadt an der Donau jenseits von Klischees und präsentiert alles, was Wien zu einer der führenden europäischen Kulturstädte macht. - "Wien tönt anders", das Thema der ersten Sendung, zeigt Wien als Musikstadt abseits von Strauß, Walzer und Co. Was tut sich musikalisch in einer Stadt, die mehr zu bieten hat als Heurigenromantik und Dreivierteltakt?

Daisy & Milagros im Interview


SON DOS & SASS

   
Son Dos und Sass tourte gemeinsam bereits durch Belgien, Nor- wegen und Österreich und fanden dabei großen Anklang. „Irland, Cuba & New York“, ein neues Werk speziell für sie ver- fasst von Tristan Schulze, hat sich als erstaunliche Komposition in verschiedener Hinsicht herausgestellt. Vielseitig in der stilis- tischen Herangehensweise, Originalität in der Musik und deren Struktur - und insgesamt eine komplett neue Erfahrung für Orchester, Publikum und Solisten gleichermaßen!

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SON DOS & SASS

Daisy JOPLING (GB)- Violine, Gesang
Milagros PIÑERA IBACETA (CU) – Gitarre, Gesang, Perkussion
Jon SASS (US) – Tuba

SON DOS & SASS sind unschlagbar - drei unglaublich talentierte Musiker der Weltklasse deren Instrumente Funken sprühen! Sie entstammen dreier Ecken des Globus: New York, London und Cardenas Cuba.
Eine Tuba, eine Violine und eine Gitarre sowie Perkussion und Gesang..all dies ergibt Son Dos&Sass. Die Kombination der Instrumente mag ungewöhnlich erscheinen?! Überzeuge dich selbst von deren Energie und Spontanität..!!
Das Programm setzt sich hauptsächlich aus Eigenkompositionen zusammen, welche sich von Kubanischer und Irischer Volksmusik bis hin zu Jazz und R&B bewegen.

SON DOS & SASS – Das ist New Yorker Jazz berauscht durch den Klang der irischen Geige und die Gesänge Kubas.



Jon Sass

Jon Sass wurde 1961 in New York geboren. Er verbrachte seine frühe Kindheit bei seiner Großmutter in Virginia und kehrte zu seiner Familie nach Harlem zurück, um die Volksschule zu besuchen.
Mit 15 Jahren begann er bei Sam Pilafian Musik zu studieren, der zufällig der Nachbar eines Jungen in Jons Schulorchester war.
Mit 16 wurde er an der berühmten "Music and Art High School" in Harlem, die heute "Laguardia School of Performing Arts" heißt, aufgenommen. Dort gründete er gemeinsam mit Freunden das "Sassafrass Brass Quintet", das 2-3 mal pro Woche auf den Straßen New Yorks spielte. Er bewunderte Howard Johnsons Musik und folgte ihm überall hin; er hörte sich auch regelmäßig die Plattensammlung seiner Mutter an und spielte die Basslinien von Gruppen wie "Earth, Wind and Fire" oder James Brown auf seiner Tuba mit, und außerdem setzte er sein klassisches Studium bei Pilafian fort. Howard Johnson, Joe Daley, Warren Deck, Bob Stuardt und Roger Bobo gehörten zu seinen frühen Einflüssen.
John erhielt 1979 im Alter von 18 Jahren sein High School-Diplom und wurde unmittelbar danach vom Vienna Art Orchestra für eine Europatournee engagiert. Als er einen Monat später in die USA zurückkehrte, setzte er sein Studium bei Sam Pilafian an der Boston University fort. Er bekam ein Stipendium, und da er sein Studium öfters unterbrach, um durch Europa zu touren, konnte er erst 1985 mit einem B.A. in Tuba Performance abschließen.
Jon entschied sich nicht für die Fortsetzung einer beginnenden Karriere in Boston und New York, sondern beschloss, nach Europa zu ziehen und sich für längere Zeit dem Vienna Art Orchestra anzuschließen. In Wien arbeitete er schon nach kurzer Zeit mit dem holländischen Blues-Gitarristen Hans Theessink sowie mit dem beliebten Blechbläser-Quintett "Art of Brass Vienna" zusammen. Und er reiste immer wieder nach New York, um mit seinen mittlerweile berühmt gewordenen Freunden zu musizieren.
Jon hat mit Weltklasse-Künstlern wie Ray Anderson, Boston Symphony Brass – Empire Brass, Art of Brass Vienna, Butch Morris, David Murry, Erika Stucky, Michelle Rosewoman, Leon Thomas, Gideon Kremer, Bobby Shew und vielen anderen gespielt. Mit dem Hit-Produzenten Peter Wolf ging er ins Studio. Er hat mit seinem Instrument die ganze Welt bereist, von Brasilien bis Japan, von Afrika bis Russland, wo er sein reiches musikalisches Erbe als Repräsentant amerikanischer Kultur vermitteln konnte.
Jons Musik:
» Ich habe mich nie als Jazzmusiker oder als klassischer Musiker gefühlt, sondern in erster Linie als Künstler. «
In Jons Weltbild sind "alle Dinge in unserem Universum auf göttliche Weise miteinander verbunden, wobei Musik die Kraft hat, zu heilen, positive Gefühle hervorzurufen und Freude in die Welt zu bringen." Durch seinen einzigartigen, gefühlvollen Sound hat er einen sehr starken Eindruck in der Welt der Tuba sowie in der Musikindustrie überhaupt hinterlassen, sein Stil ist unverwechselbar, denn seine "grooves" sind gnadenlos dynamisch und funky.
Jon hat jahrelang in Europa – in Wien – gelebt, was seine stilistische Flexibilität und seine Fähigkeit, sich in Klassik, Jazz und Avantgarde zu Hause zu fühlen und sich crossover-mäßig zwischen den dreien zu bewegen, nur förderte. Jons frühe musikalische Wurzeln sind im R&B, Soul, Groove, Funk and Blues verankert, sein Schwerpunkt liegt auf einer Identifikation mit den Sängern und Bassisten dieses Genres – daher kommt sein ganz persönlicher Sound, der unter anderem etwa auf den 3 "Heavy Tuba and Jon Sass"-Aufnahmen zu hören ist.
In letzter Zeit hat Jon begonnen, an seiner Solo-Karriere zu arbeiten. Er veranstaltet weltweit "Kreativitäts-Workshops". Er gilt heute als einer der Besten weltweit auf der Tuba. Seine Kompositionen und Arrangements – etwa die "James Brown Horns" – sind berühmt. Er hat bei über 70 Musikaufnahmen mitgewirkt.